Liebes Publikum!

1836 schrieb Georg Büchner sein einzige Lustspiel LEONCE UND LENA. Auf den ersten Blick scheint es wie eine klassische Verwechslungskomödie. Prinz Leonce und Prinzessin Lena sollen aus gewichtigen Gründen der Staatsreason verheiratet werden, flüchten davor und begegnen sich zufällig, unbekannterweise, eben auf dieser Flucht.

Auf den zweiten Blick, und darum geht es eigentlich in diesem Stück, ist es ein Traumspiel über Sinn und Unsinn unseres Daseins. Ein "Freiflug ins Nichts" in dem jeder Satz etwas anderes bedeuten könnte, als er auf den ersten Blick zu bedeuten scheint.

Entstanden ist LEONCE UND LENA als Beitrag zu einem Stückewettbewerb. Weil Büchner den Einsendeschluss verpasste, erhielt er es ungelesen zurück, und die Uraufführung fand knapp sechs Jahrzehnte später statt, 58 Jahre nach seinem Tod.

Dies ist eine erstaunliche Parallele zu Christine Lavant, deren Erzählung DAS WECHSELBÄLGCHEN auch erst mehr als fünfzig Jahre nach ihrem Tod veröfffentlicht wurde und bei uns im September noch zwei Mal am Spielplan steht.

Der September ist auch wieder WERKSTATT-Zeit! Das Festival der Uraufführungen findet vom 25. - 29. September statt. Details zum Programm finden Sie auf www.theaterland.at.

Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer und viel freude mit unserem Programm!

Ihr Peter Faßhuber&Team