24.03.2010 20:00 Von: Brian Parks

Einladung zum Abendessen

Premiere: 24.3.2010


Österreichische Erstaufführung

Das Essen, die Weine, die Musik, der ganze Rahmen, alles ist perfekt. Doch die Gastgeberin, Marian, gehört zu jenen Frauen, die lieber einen guten Freund verliert, als eine Pointe auszulassen. Mit pointengespickten Wortwechseln und gnadenloser Rigorosität gibt dieses tief schwarzhumorige Stück den Blick frei auf eine Gesellschaft, deren Handlungsweisen vordringlich bestimmt sind von dem Verlangen nach IMMER MEHR!

Wenn Sie von der Plage des ?Politisch Korrekten? genervt sind, werden Sie von Brian Parks neuem Stück begeistert sein. Diese schwarze Komödie hat die besten Dialoge seit langer Zeit. Der Moralist würde angesichts dieser selbstsüchtigen Spezies urteilen ?Geld verdirbt den Charakter? und ihr vielleicht einige handfeste Existenzsorgen an den Hals wünschen, aber der Autor denunziert nicht. Er betrachtet die Typen vielmehr interessiert wie Insekten unter dem Mikroskop und führt vor, wie sie ticken. (The Villager, New York, zur Uraufführung am 05.09.08)

Regie/Raum: Peter Faßhuber
Musik/Video: Friedrich Tafner; Technik: Julia Faßhuber
Mit: Helga Küpper, Melanie Katja Schneider, Petra Stock, Dirk Küpper, Hans T. Tafner
Verlag: Per H. Lauke Verlag, Hamburg; Übersetzung: John und Peter von Düffel
Uraufführung: Ohio Theatre N.Y. 2008

weitere Termine: keine weiteren Termine

 

Kritiken zur Premiere:

?Einladung zum Abendessen" vom US-Autor Brian Parks klingt zunächst harmlos. Aber Peter Faßhuber inszeniert die österreichische Erstaufführung im Theater Oberzeiring schleimsaftschwarz, spannend gestrafft, zum Prusten und ohnmächtig Schlucken zugleich? (B.Oberrainer, Kleine Zeitung, Kultur, 26.3.2010)

Upperclass-Partyspaß am THEO!  Eine dekadente Runde, durchgestylt wie die New Yorker Designerwohung. Selbstgerecht, überheblich, unbarmherzig schenken sie sich nichts und dem Publikum alles! (H.J. Ainerdinger, MZ vom 1.4.2010)

Wie degeneriert unsere Gesellschaft wohl ist, fragt man sich im THEO dieser Tage. Gefangen in einer Konsumgesellschaft, die sich über Besitz und Karriere definiert. Peter Faßhuber hatte an der Inszenierung sichtlich Freude und hat vor ausverkauftem Haus wurde mithilfe von tiefschwarzem Humor kräftig in den Schmutzkübel der Oberflächlichkeiten gegriffen. Frei erfunden? Fern der Realität? - Spätestens im Auto angelangt wird diese Annahme wohl einer Berichtigung unterzogen. (K.Lanz, Murtal1, 4.4.2010)




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