01.02.2009 20:00 Von: Anton P Tschechow

DREI SCHWESTERN

abgespielt


Das Plakat zu den 3 Schwestern

Sie sind gebildet, sie sind wohlhabend und sie haben die Wahl: Die drei Schwestern Olga, Mascha und Irina könnten machen, was sie wollen. Doch aus irgendeinem Grund fehlt ihnen der Antrieb dazu. Und so leben sie und ihr Bruder Andrej seit elf Jahren in der trostlosen und unkultivierten Provinz fern von Moskau, woher sie stammen und wohin sie wieder zurück möchten. Durch ihren Vater, einen Brigadegeneral, waren sie hierher verschlagen worden. Doch der Vater ist jetzt tot. Der Bruder hätte der Familie durch eine akademische Karriere ein erneutes Leben in Moskau ermöglichen können. Aber er heiratet eine Frau aus der hiesigen Spießergesellschaft und verfällt dem Glücksspiel. Die Ansprüche der Schwestern leiten sich ab aus den Idealen einer untergehenden Gesellschaft, die an der Realität nur scheitern kann. Ihr Blick in die Zukunft ist ein Blick zurück?

Wie in allen Stücken Tschechows geht es auch in DREI SCHWESTERN um Einsamkeit, Desillusionierung und die unaufhörliche Suche nach dem Glück und dem Sinn des Lebens.

Der Theaterkritiker Alfred Kerr schrieb einmal: ?Tschechow zeigt in diesem Stück das Elend aller, die heiraten ? und das Elend aller, die nicht geheiratet haben.?

Regie/Raum: Peter Faßhuber

Schauspiel: Helga Küpper, Sigrid Sattler, Melanie Katja Schneider, Christian Elgner

Produktionsassistenz: Julia Faßhuber

 

Pressekritiken zur Premiere:

"Mit Fokus auf die Gefühlswelt der Protagonistinnen bringt Peter Faßhuber "Drei Schwestern" auf die Bühne. Reduziert hat er nicht nur die Handlung, sondern auch die Besetzungsliste: Lediglich vier Schauspieler verleihen dem Stück emotionale Dichte. Mit kraftvollen Bildern wird eine Zeit gezeichnet, die sich schneller bewegt als die Menschen, die darin leben..." (Christoph Hartner, Kronen Zeitung vom 25.7.2008)

"Endlich Tschechow am THEO. Helga Küpper, Sigrid Sattler, Melanie Katja Schneider. Irina, Olga und Mascha. Drapiert an der "Tischbühne" erwarten sie das Publikum, das wiederrum feilich kein himmelblauflockiges Sommertheater erwarten darf, sehr wohl aber einen erstickend intensiven Akt gesellschaftlicher Befindlichkeit..." (Bettina Oberrainer, Kleine Zeitung vom 25.7.2008)

"Theater jenseits der unerträglichen Leichtigkeit! Konsequent bietet Faßhuber der Komödieninflation zur warmen Jahreszeit die Stirn und inszeniert eine kühle Interpretation von Drei Schwestern. Formal gründlich auseinandergenommen und neu zusammengebaut, aber ohne das Drama äußerlich von der Patina der Jahrhundertwende zu befreien. Mit Küpper, Sattler und Schneider hat er Darstellerinnen die ein Dreieck auf der Bühne aufspannen, das den Abend mühelos trägt..."(Hermann Götz, Falter vom 30.7.2008)

"Nix da mit lockerleichtlustigem Sommertheater. Peter Faßhuber erfüllt sich einen langgehegten Wunsch und inszeniert Tschechows Drei Schwestern. Er hat das Stück intensiviert, auf drei Frauen und einen Mann verknappt und auf die Idealbesetzung gewartet. Begeisterter Applaus bei der ausverkauften Premiere." (Hans Hörg Ainerdinger, MZ vom 31.7.)

 


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