KONFUSIONEN – Gastspiel Obdach

Vier kleine Theaterstücke an einem Abend, die auf den ersten Blick nur wenig miteinander zu tun haben. Vier Alltagssituationen, in denen ganz normale Typen aufeinander treffen.

Man kann über die frustrierte Hausfrau schmunzeln, die unerwartet Besuch von ihren glücklich verheirateten Nachbarn bekommt. Man schüttelt den Kopf über zwei Ehepaare, die in einem Restaurant ihre Krisen öffentlich diskutieren und von dem Mittdreißiger, der in einer Bar junge Frauen anbaggert, mag man sich abgestoßen fühlen. Und wie immer, wenn alles ganz normal aussieht, kippt die Sache irgendwann und gerät außer Kontrolle.
Wenn man aber mitten im Gelächter über die allzu schrägen Momentaufnahmen plötzlich merkt, dass man das alles doch irgendwo her kennt, ist man genauso konfus wie die fünf verlorenen Gestalten, die im letzten Stück im Park sitzen und sich nichts zu sagen haben, obwohl sie’s gerne täten.

KONFUSIONEN ist ein Stück über eine Gesellschaft, in der jeder Mensch von sich denkt, er wäre das Maß aller Dinge. Fünf Schauspieler zeigen in einem Feuerwerk an Komik krasse Fehlschläge menschlicher Kommunikation.

Alan Ayckbourn wirft einen kritischen Blick auf unser gesellschaftliches Unvermögen, er entwirft ein Panoptikum unserer Zeit und entlarvt es bis an die Grenze des Nonsens. Er führt seine Figuren immer an einen Punkt, an dem sie in der Lage wären, etwas Entscheidendes in ihrem Leben zu ändern. Sie tun es natürlich nicht und bei aller Ernsthaftigkeit der Thematik ist der Kampf der Charaktere miteinander und mit dem Leben auch ein Feuerwerk der Komik.

"THEO-Chef Peter Faßhuber diesmal in Triple-Funktion: Der Regisseur und nach längerem wieder Mime, rückt pfeifend auch gleich sein Bühnenbild zurecht – dominiert von einem Kubus, der in simpler Intelligenz als Wohnzimmermöbel, Hotelbar, Ristorante und Parkbank dient.
Auf Letzterer steigern sich die Protagonisten auch ins Finale grande. Wortstark, nachdem sie in der Szene zuvor abwechselnd mit stummen Sprechblasen kommunizierten …seine Professionalität legt das Ensemble in Unterhaltungsstufe feuerrot auf die Bretter im Gewölbe." KLEINE ZEITUNG v. 30. März 2007

Regie/Raum: Peter Faßhuber

Technik: Mike Traussnigg
Requisite: THEO
Rechte: Rowohlt Theaterverlag, Reinbeck

Es treten miteinander in Kontakt:
Sigrid Sattler, Melanie Katja Schneider, Christian Elgner, Werner Halbedl und Peter Faßhuber










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